Windatlas Baden-Württemberg

Die Karte zeigt beispielhaft die Ergebnisse der mittleren gekappten Windleistungsdichte in einer Höhe von 160 m über Grund. In waldreichen Regionen verschiebt sich das Windangebot in größere Höhen. Die Windzunahme mit der Höhe, der sogenannte Windgradient, ist hier gleichzeitig höher als an waldfreien Standorten. Dies führt zusammen mit dem Grundwindpotenzial dazu, dass sich für die Windenergie nutzbare Windverhältnisse meist erst in größeren Höhen finden. Vor diesem Hintergrund und aufgrund daraus resultierender Nabenhöhen wurde die Höhe 160 m als Basishöhe für die Beurteilung der Flächeneignung durch den Fachbeirat Windkartierung ausgewählt.

Die mittlere Windleistungsdichte ist ein meteorologischer Parameter, der sich aus den an einem Standort auftretenden Windgeschwindigkeiten in der entsprechenden Häufigkeit und der Luftdichte berechnet. In Bezug auf Windenergieanlagen ist sie ein direktes Maß dafür, wieviel Leistung der Wind beim Durchströmen des Rotors pro Rotorkreisfläche an einem Standort im Mittel für die Nutzung durch Windenergieanlagen bereitstellt.
Da sich die Leistungsabgabe einer Windenergieanlage oberhalb der Windgeschwindigkeit, bei der die Anlage ihre Nennleistung erreicht, dem sog. Nennwind, aus technischen Gründen nicht mehr weiter erhöht, wird bei der mittleren gekappten Windleistungsdichte zusätzlich der Kappungswert der Windgeschwindigkeit von 15 m/s festgelegt. Windgeschwindigkeiten oberhalb des Kappungswertes werden in der Berechnung mit dem Kappungswert angesetzt.

Für den Windatlas wurden zahlreiche weitere Kenngrößen in verschiedenen Höhen über Grund berechnet. Die Ergebnisse werden im Erweiterten Daten- und Kartenangebot zur Verfügung gestellt.