Unschärfen und mögliche Fehlerquellen

Bei der Erfassung der Dachstruktur ist die Auflösung der Laserscandaten entscheidend. Bei der zugrundeliegenden Auflösung von 0,8 Punkten pro m² lassen sich einfache Dachtypen wie Flachdächer, Giebeldächer und Walmdächer relativ gut modellieren. Bei Tonnendächern, Mansardendächern oder anderen komplexen Dachformen sind Ungenauigkeiten nicht zu vermeiden. Auch Dachaufbauten (z. B. Gauben, Lüftungsanlagen und Schornsteine) sind gegebenenfalls nur schwer zu erfassen. Dies beeinflusst auch Dachbereiche, die dadurch von Verschattungseffekten betroffen sind.

Die Laserscandaten wurden in den Jahren 2000 bis 2005 erfasst. Aufgrund dessen sind Gebäude, die nach dem Befliegungszeitraum erbaut wurden, nicht bzw. nur unzureichend mangels einer aktuellerer Datengrundlage in der Analyse berücksichtigt. Ebenso können Gebäude, die nach dem Befliegungszeitraum abgerissen wurden, noch im Solardachkataster enthalten sein. Da die Orthophotos jüngeren Datums sind, kann es also vorkommen, dass ein neueres Haus im Bild sichtbar ist, trotz einer offenbar günstigen Dachkonstellation aber darauf kein Solarpotenzial abgebildet wird.

Für Gebäude, die nach 2012 erbaut oder fertiggestellt wurden, und daher noch nicht als Geometrie in der Automatisierten Liegenschaftskarte (ALK) vorhanden waren, konnte somit keine Potenzialanalyse durchgeführt werden. So kann es vorkommen, dass ein Haus im Orthophoto sichtbar ist, aber keine Analyseergebnisse für dieses Gebäude vorliegen.

Weiterlesen im Kapitel "Ergebnisse"