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Energiegewinnung durch Wasserkraftschnecke Ellwangen

Energiegewinnung mit einer Wasserschnecke

Aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen erfolgt die Energiegewinnung mit einer Wasserkraftschnecke, altertümlich bekannt als "Archimedische Schnecke". Neu ist die patentierte Anwendung, durch energetische Umkehrung der Arbeitsweise eine Kraftmaschine zur Energiegewinnung zu machen.
Projektträger Projektstandort Kontakt
Stadt Ellwangen (Jagst) Ellwangen (Jagst)
Energiegenossenschaft Virngrund eG
Bahnhofstraße 28
73479 Ellwangen (Jagst)
Tel.: 07961 / 84610
info@energiegenossenschaft-virngrund.de
www.energiegenossenschaft-virngrund.de

Bilder

Beschreibung

Ziel/Auslöser für das Projekt

  • Nachhaltige Energieversorgung
  • Ertüchtigung einer Fischtreppe

Projektbeschreibung

Im Bereich der Fläche zwischen der Fischtreppe und der Straße An der Jagst ist genügend Platz vorhanden für den Einbau einer Wasserkraftschnecke. Der bauliche Aufwand bei Verwendung einer Wasserkraftschnecke im Vergleich zu einer Turbine ist deutlich geringer. Bei Einsatz der Kompaktausführung (Wasserkraftschnecke, Trog und Antriebseinheit) kann der bauliche Aufwand erheblich reduziert werden, da die gesamte Anlage in einem Guss geliefert und installiert wird.

Eine Wasserkraftschnecke hat neben ihrer energetischen Funktionalität auch eine hohe ökologische Relevanz in der Form, dass sie für vielerlei Arten von Schwemmgut und auch für Fische durchgängig ist. Somit stellt die Wasserkraftschnecke eine hervorragende Alternative in der Wasserkrafttechnik dar.

Die Wasserkraftschnecke ist ausgelegt auf eine Höhendifferenz von ca. 2 m und eine Wassermenge von 2,4 m³/s. Dies ergibt eine Schnecke mit einem Durchmesser von 2,3 m und einer Generatorleistung von ca. 35 kW. Der große Vorteil ist, dass bei schwankenden Wasserständen und Wassermengen im Ober- und Unterwasserbereich der Wirkungsgrad nur unwesentlich beeinflusst wird und keine Auswirkung auf die Funktion der Wasserkraftschnecke und deren Betrieb hat.

Die komplette Einheit der Wasserkraftschnecke, bestehend aus dem Trog, der Schnecke, der Antriebseinheit und des Generators wird komplett geliefert und in einem Guss installiert. Der Trog wird nach Einbau in das Bauwerk eingegossen. Bei einer mittleren Laufzeit von ca. 8.000 h/a, einer durchschnittlichen Leistung von ca. 68 % und einer mittleren Wassermenge von 2,4 m³/s ergibt sich eine Energieausbeute von ca. 140.000 kWh/a emissionsfreiem und damit klimafreundlichen Strom, mit dem ca. 40 Einfamilienhäuser versorgt werden können.

Nutzen

CO2-Einsparung p.a.: 100 t

Kosten

  • Baukosten Wasserkraftschnecke netto: ca. 250.000 Euro
  • Umbau der Fischtreppe netto: ca. 30.000 Euro
  • Dafür erhält der Betreiber eine höhere Vergütung für den eingespeisten Strom (ca. 3,5 ct/kWh).

Kenndaten

Allgemeine Informationen  
Standort Steingrubmühle
Straße Kreuzung Siemensstraße, Straße An der Jagst
PLZ 73479
Ort Ellwangen
Inbetriebnahme 2011
Bemessungswassermenge 2,4 m³/s
Fallhöhe 2,0 m
Turbinenleistung ~ 40 kWel
Generatorleistung ~ 45 kWel
Durchmesser Schnecke 2,3 m
Stromertrag < 180.000 kWh/a (stark abhängig vom mittleren Jahresdurchfluss)
Fischtreppe 16 Schwellen à 12,5 cm