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Bioenergiedorf Renhardsweiler

Bioenergiedorf Renhardsweiler

Ziel des Projektes ist die Realisierung einer Nahwärmeversorgung in Renhardsweiler zur Wärmeversorgung des gesamten Ortes. Die Bioenergie GbR, W. Rapp, J. Volk-Daiber betreibt seit dem Jahr 2005 eine Biogasanlage. Die Biogasanlage hat eine Leistung von 500 kWel und 520 kWth. Auf der Suche nach einer sinnvollen Wärmenutzung wurde ein Nahwärmenetz errichtet.
Projektträger Projektstandort Kontakt
Neo Energie GmbH Bad Saulgau-Renhardsweiler
Neo Energie GmbH
Wolfram Rapp, Gesellschafter
Josef Volk-Daiber, Gesellschafter
Hochstraße 30
88348 Bad Saulgau
Tel.: 07581 / 526565
seppvd@web.de

Beschreibung

Projektbeschreibung

Ziel des Projektträgers ist die Realisierung einer Nahwärmeversorgung in Renhardsweiler zur Wärmeversorgung des gesamten Ortes. Die Bioenergie GbR, W. Rapp, J. Volk-Daiber betreibt seit dem Jahr 2005 eine Biogasanlage. Die Biogasanlage hat eine Leistung von 500 kWel und 520 kWth.

Im Jahr 2009 wurde am Standort der Biogasanlage eine Trocknungsanlage für Getreide und Holz installiert. Seitdem haben sich beide Gesellschafter für eine sinnvolle Wärmenutzung engagiert.

Aus diesem Engagement heraus wurde nun die Errichtung und Betrieb eines Nahwärmenetzes in Angriff genommen und 2012 die Versorgungsgellschaft Neo Energie GmbH gegründet. An der Gesellschaft sind die Herren Rapp und Volk-Daiber jeweils mit 50 % als geschäftsführende Gesellschafter beteiligt. Dafür wurde eines der beiden BHKW in die Ortsmitte verlegt mit einer verfügbaren thermischen Leistung von 175 kW. In einem alten Ökonomiegebäude wird eine Heizzentrale eingerichtet und eine Wärmeversorgung für das gesamte Dorf geplant.

Langfristig ist eine Vollversorgung von Renhardsweiler mit Nahwärme geplant. Im 1. Bauabschnitt sind der Bau eines Nahwärmenetzes und eines Pufferspeichers vorgesehen. Eine Vollversorgung des Ortes kann nur mit einer sehr hohen Anschlussquote wirtschaftlich umgesetzt werden. In der Planung wird dies bei der Dimensionierung der Wärmeleitungen und der Wahl des Pufferspeichers bereits berücksichtigt. Für den derzeit überplanten ersten Bauabschnitt liegt eine nahezu 100 %ige Anschlussdichte vor. Für den zweiten Bauabschnitt ist vorgesehen, den bestehenden Hackschnitzelkessel mit bislang 60 kW zur Versorgung der Mittel-und Spitzenlast durch einen Holzhackschnitzelkessel mit 300 kW Leistung zu ersetzen.

Durch den derzeit geplanten Anschluss von 41 Gebäuden wird entlang des Netzes eine Anschlussquote von 95 % erreicht, für das gesamte Dorf wird eine Anschlussquote von mindestens 62 % angestrebt. Die Wärme stammt zu fast 100 % aus regenerativer Wärme, annähernd 90 % aus Biogas-KWK.

Kosten

  • Gefördert wurde bis zu 100.000 Euro vom Land Baden-Württemberg, davon stammen 94.342 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Kenndaten

Ortsdaten  
Datenherkunft / Jahr des Datenbestandes UM BW Förderantrag / 2013
PLZ 88348
Ort Bad Saulgau-Renhardsweiler
Regierungspräsidium Tübingen
Kreis Sigmaringen
in Betrieb in Bau
Einwohnerzahl 269
Haushalte k.A.
Gebäudezahl k.A.

 

Biogasanlage  
Betreiber Bioenergie GbR
installierte Leistung (el.) 500 kW
installierte Leistung (therm.) 520 kW
Jahresertrag Strom k.A.
Jahresertrag Wärme k.A.
eingesetzte Biomasse k.A.

 

Hackschnitzelheizung  
installierte Leistung (therm.) 300 kW
Jahresertrag Wärme k.A.

 

KWK-Anlagen  
installierte Leistung (el.) k.A.
installierte Leistung (therm.) (175 kW Biogas) aus der Biogasanlage ausgegliedert

 

Wärmenetz  
Anschluss 41 Gebäude
Länge 1,6 km

 

Ausfallsicherung (Wärme)  
installierte Leistung (therm.) Pufferspeicher 20 m³ Wasser
Abwärmenutzung Trocknung von Holz und Getreide