Naturstromspeicher Gaildorf
Der Naturstromspeicher Gaildorf ist ein bei Gaildorf befindlicher Windpark, geplant in Kombination mit einem Pumpspeicherkraftwerk.
Im Dezember 2024 wurde die Anlagenkomponente Pumpspeicher aus Wirtschaftlichkeitsgründen gestoppt.
| Projektträger | Projektstandort | Kontakt | |||
|---|---|---|---|---|---|
| MBS Naturstromspeicher GmbH | Gaildorf |
|
Beschreibung
Ziel/Auslöser für das Projekt
Eine dezentrale, umweltfreundliche Energieerzeugung und Energiespeicherung mit den Kräften der Natur.
Projektbeschreibung
Umweltfreundliche Stromerzeugung
Mit vier Windkraftanlagen wird in den Limpurger Bergen so viel Strom umweltfreundlich ohne CO2-Emissionen erzeugt, dass damit nahezu der gesamte Stromverbrauch einer Stadt von der Größe Gaildorfs abgedeckt werden kann. Mit dieser dezentralen, modernen und nachhaltigen Stromerzeugung vermeiden wir das Verbrennen von jährlich etwa 10.000 t Steinkohle in Kohlekraftwerken.
Dezentraler Beitrag zur Versorgungssicherheit
Der Naturstromspeicher Gaildorf ist eines der ersten dezentralen Ökokraftwerke, das durch die Integration von Speichern einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten kann. Da in Deutschland zusätzlicher Strom jeweils nur wenige Stunden benötigt wird, kann er aus dem Kurzzeitspeicher geliefert werden. Somit wird der Bau von fossilen Reservekraftwerken reduziert.
Lokaler Bestandteil unserer Wirtschaftskraft
In Deutschland wenden wir etwa 15 % unserer Wirtschaftsleistung für die Bereitstellung von Energie auf. Durch eine dezentrale Erzeugung von Ökostrom vor Ort bleibt ein großer Teil dieser Aufwendungen dem lokalen Wirtschaftskreislauf erhalten.
Bürgerbeteiligung
Für den Naturstromspeicher Gaildorf sollte es verschiedene Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung geben.
Technisches Konzept
Es wurden vier Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe von 178 m, einem Rotordurchmesser von 136 m und einer Gesamt-Nennleistung von 4 x 4 MW Nennleistung errichtet. Der untere Teil der Anlagentürme sollte verdickt ausgeführt werden und Wasser (Oberbecken) speichern.
Rohrleitungen sollten das "Oberbecken" mit dem 200 m tiefer liegenden Unterbecken im Tal des Kochers bei Gaildorf-Unterrot verbinden.
Mit Windkraft sollte das Wasser aus dem Unterbecken in die Turmspeicher gepumpt werden und dann bei Bedarf über die Turbinen zurück fließen und Strom erzeugen.
Das neuartige Pumpspeicherkraftwerk wurde aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht in Betrieb genommenen.
Kenndaten
| Allgemeine Informationen | |
|---|---|
| Ort | Limpurger Berge bei Gaildorf |
| Inbetriebnahme | k.A. |
| Leistung Windkraft | 20 MW (4 x 5 MW) |
| Leistung Pumpspeicherkraftwerk | MW |
| Integrierter Kurzzeitspeicher | 70 MWh |
| Fallhöhe | 200 m |
| Wassermenge | 160.000 m³ |
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