Projektbeschreibungen

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Niedertemperaturprozessabwärme Karlsruhe

Nutzung industrieller Abwärme durch die Stadtwerke Karlsruhe zur Wärmeversorgung der Stadt

Die beiden Karlsruher Unternehmen Mineraloelraffinerie Oberrhein (MiRO) und die Stadtwerke Karlsruhe haben die Nutzung von Niedertemperaturprozessabwärme aus der Raffinerie realisiert.
Projektträger Projektstandort Kontakt
MiRO Mineraloelraffinerie Oberrhein GmbH & Co. KG, Stadtwerke Karlsruhe GmbH Karlsruhe

Bilder

Beschreibung

Ziel/Auslöser für das Projekt

Die Stadtwerke Karlsruhe verteilen Fernwärme für die Wärmeversorgung der Stadt, die mit fossilen Brennstoffen wie Steinkohle, Erdöl und Erdgas erzeugt wird. Gleichzeitig entstehen bei der Mineralölraffinerie MiRO, eine der größten Raffinerien in Deutschland, große Mengen an Niedertemperatur-Prozessabwärme, die ungenutzt verloren gehen. In der Raffinerie fällt Prozessabwärme mit Temperaturen unter 130 °C an, die dort nicht weiter genutzt werden kann. Für die Fernwärmeversorgung reichen 120 °C.

Projektbeschreibung

Durch die Auskopplung der Prozessabwärme mittels innovativer Plattenwärmetauscher und eine neue, über 5 km lange Transportleitung kann die Prozessabwärme in das Fernwärmenetz der Stadt Karlsruhe eingespeist und zur Wärmeversorgung genutzt werden. Die Wärmemenge reicht für mehr als 38.000 Haushalte. Über eine weitere Leitung werden zwei Neubaugebiete auf ehemals militärisch genutzten Flächen in Knielingen und Neureut komplett mit Fernwärme aus Prozessabwärme versorgt.

Kenndaten

Allgemeine Informationen  
Inbetriebnahme 2010 und 2015
Wärmeleistung 90 MW
Wärmebezug p.a. rd. 520.000 MWh
CO2-Einsparung p.a. 100.000 t
Investition ca. 55 Mio. Euro
Versorgung ca. 38.000 Haushalte