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Nestlé Deutschland AG

Einspeisung ausgekoppelter Prozesswärme in das Heizungssystem der Nestlé Deutschland AG

Im Rahmen eines stufenweisen Beratungskonzeptes zur Energieeffizienz wurden die Potenziale einer Nutzung der Abwärme des Sprühtrocknungsprozesses zunächst identifiziert, bewertet und schließlich projektiert.
Projektträger Projektstandort Kontakt
Nestlé Deutschland AG Ludwigsburg

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Kenndaten

Allgemeine Informationen  
Jahr der Umsetzung 2013
Kapazität (Kompressoren) 400 kWth
Energieeinsparung p.a. 2.000 MWh
CO2-Einsparung p.a. 490 t
Investition 400.000 Euro
Lebensdauer 10 Jahre
Interne Verzinsung 15 %

Beschreibung

Einführung

Bei der Herstellung von Instant-Kaffeepulver erfolgt die Trocknung von Kaffeeextrakt in einem sogenannten Sprühturm durch schnelle Verdampfung des Flüssiganteils bei ca. 300 °C. Die hohe Energieintensität dieser Prozesskette veranlasste die Verantwortlichen des Nestlé-Werks Ludwigsburg zur Teilnahme an einem Energie-Effizienznetzwerk. Im Rahmen des stufenweisen Beratungskonzeptes wurden die Potenziale einer Nutzung der Abwärme des Sprühtrocknungsprozesses zunächst identifiziert, bewertet und schließlich projektiert.

Technische Beschreibung

Der zur kontinuierlichen Trocknung von Kaffeeextrakt notwendige Volumenstrom aufgeheizter Luft verließ die nach dem Gleichstromprinzip arbeitenden Türme vor der Integration der Abwärmerückgewinnung ungenutzt mit ca. 100 °C. Aus dem hohen Produktanteil im Strom resultieren hohe Anforderungen an den Wärmeübertrager hinsichtlich Reinigungsbarkeit und Explosionsschutz. Nach einer Bewertung verschiedener Optionen fiel die Wahl auf einen Rotationswärmetauscher. Die Vorteile dieser Bauweise gegenüber Technologien ohne bewegliche Teile sind ein automatisches Reinigungssystem sowie ein um etwa den Faktor drei geringerer Druckverlust. Durch die Einkopplung der Abwärme in das Heizungssystem konnte die durch einen Gaskessel jährlich bereitgestellte Menge an Heizungswärme um ca. ein Drittel gesenkt werden.