Projektbeschreibungen

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Lafarge Zement Wössingen GmbH

Klinkerbrennen mit Trockenverfahren

Durch Umstellung des Herstellungsprozesses auf das sogenannte Trockenverfahren konnte der spezifische Energiebedarf für die Produktion von Zementklinker bei der Lafarge Zement Wössingen GmbH erheblich reduziert werden. Das Werk zählt seit der Modernisierung zu den energieeffizientesten und umweltfreundlichsten Zementwerken in Europa.
Projektträger Projektstandort Kontakt
Lafarge Zement Wössingen GmbH Walzbachtal-Wössingen

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Kenndaten

Allgemeine Informationen  
Jahr der Umsetzung 2008/2009
Kapazität (Kompressoren) 0,8 Mio. t/a
Energieeinsparung p.a. 81.200 MWh
CO2-Einsparung p.a. 83.500 t
Investition ca. 60 Mio. Euro
Lebensdauer ca. 35 Jahre
Interne Verzinsung ca. 15 %

Beschreibung

Einführung

Die Herstellung von Zement ist sehr energieintensiv. Durch Umstellung des Herstellungsprozesses auf das sogenannte Trockenverfahren konnte der spezifische Energiebedarf für die Produktion von Zementklinker bei der Lafarge Zement Wössingen GmbH erheblich reduziert werden. Das Werk zählt seit der Modernisierung zu den energieeffizientesten und umweltfreundlichsten Zementwerken in Europa.

Technische Beschreibung

Vor dem Umbau wurden im Werk Wössingen zwei Drehrohröfen nach dem sogenannten Lepol-Verfahren betrieben. Im Rahmen einer Werksmodernisierung wurde einer der beiden Öfen mit einem energieeffizienten fünfstufigen Zyklonvorwärmer sowie einem Kalzinator ausgerüstet. Gleichzeitig wurde auch der Klinkerkühler erneuert. Durch die damit verbundene Erhöhung der Tagesleistung konnte der zweite Ofen außer Betrieb genommen werden. In der modernisierten Anlage wird die Abluft des Klinkerkühlers, die wegen ihrer hohen Temperatur sehr energiereich ist, als Verbrennungsluft der Sekundärfeuerung am Kalzinator zugeführt. Außerdem werden die heißen Ofenabgase im sogenannten Verbundbetrieb der Rohmühle zugeführt, wodurch die ursprünglich notwendige zusätzliche Feuerung zur Trocknung des Rohmaterials eingespart werden konnte.