Potenzialflächen

Die Potenzialflächen sind das Ergebnis einer Verschneidung der windhöffigen Flächen (mittlere Windgeschwindigkeiten in 140 m Höhe >= 5,5 m/s) mit den Flächen, die aufgrund rechtlicher Vorgaben in der Nutzung für Windenergieerzeugung geeignet sind. Wie im Kapitel Methodik beschrieben, konnten dabei jedoch einige Flächenarten nicht berücksichtigt werden, da zum Zeitpunkt der Potenzialanalyse keine entsprechenden Daten vorlagen. Die Flächeneignung bzgl. Nutzung wurde anhand eines umfangreichen Kriterienkataloges ermittelt, der in Anlehnung an, aber nicht deckungsgleich mit dem Windatlas erstellt wurde (vgl. Kapitel Methodik). Das Ergebnis der Verschneidung unterscheidet die grundsätzlichen Nutzungsmöglichkeiten der Windenergie in die Kategorien "überwiegend geeignet", "bedingt geeignet" (bzgl. Wind und/oder Nutzung) und "überwiegend ungeeignet". Die überwiegend ungeeigneten Flächen sind in die weiteren Auswertungen nicht eingeflossen und werden im Energieatlas derzeit nicht dargestellt.

Aus der Analyse (Stand 2011) ergeben sich überwiegend geeignete Potenzialflächen im Umfang von knapp 23.000 ha (0,64 % der Landesfläche), auf der ca. 2.800 Windenergieanlagen installiert werden könnten. Da aufgrund der Daten- und Informationslage nicht alle bei der Planung von Windenergieanlagen zu beachtenden Kriterien bei der Flächenpotenzialanalyse berücksichtigt werden konnten, ist davon auszugehen, dass dieses Potenzial nicht umfassend ausgeschöpft werden kann.

Hinzu kommt eine "Reservepotenzial" von fast 7.900 ha bzw. 1.288 möglichen Windenergieanlagen auf Flächen, bei denen im Einzelfall verschiedene rechtliche oder räumliche Hindernisse zu überwinden sind, sowie ein größeres Potenzial von Anlagen auf Flächen mit durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten unter 6,00 m/s.

Es wird deutlich, dass das größte verfügbare Flächenpotenzial im Bereich der mittleren Windgeschwindigkeiten liegt, wo vor allem durch moderne Binnenlandanlagen mit größeren Turmhöhen und höherem Rotordurchmesser profitable Erträge erzielt werden können. Aber auch die Lagen mit guten bis sehr guten Windverhältnissen bieten noch ein erhebliches Potenzial, mit entsprechend höherer Ertragserwartung. Die bedingt geeigneten Flächen bergen im Vergleich zu den überwiegend geeigneten Flächen ein eher nachrangiges Potenzial.

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