Bewertung

Zur Ermittlung des Wasserkraftpotenzials an bestehenden Wasserkraftanlagen im Untersuchungsgebiet, sowie an Standorten mit existierenden Regelungs- und Sohlenbauwerken, wurde eine einheitliche Methodik verwendet. Nachfolgend ein Überblick des mehrstufigen Verfahrens (Details vgl. Heimerl, Becker & Reiss 2015/2016):

Bewertungsschritt 1

Aufbauend auf den verfügbaren wasserwirtschaftlichen Daten wurden die Standorte gesichtet und jene Bauwerke von der Potenzialberechnung ausgeschlossen, deren Nettofallhöhe weniger als 0,3 m beträgt, da Wasserkraftanlagen bei derartig geringen Fallhöhen als technisch und ökonomisch nicht machbar einzuschätzen sind. Hierauf aufbauend konnte das zusätzliche technische Potenzial der einzelnen Standorte ermittelt werden. Lag dieses unter 8 kW, wurde der Standort von der weiteren Betrachtung ausgeschlossen. 

Bewertungsschritt 2

In diesem Schritt erfolgte anhand von Betriebsstatus und Kraftwerkstyp eine Abschätzung der zum Ausbau notwendigen Kosten (inkl. Fischaufstiegsanlagen sowie Fischschutz- und Fischabstiegsanlagen) sowie eine Abschätzung der Mehrerlöse aus zusätzlicher Jahresarbeit. Alle Standorte mit einer Amortisationszeit von mehr als 35 Jahren wurden nicht weiter betrachtet.

Bewertungsschritt 3

Das technisch-ökonomisch-ökologische Potenzial ermittelten Heimerl, Becker & Reiss für 2 Szenarien (s. Kapitel Ökologische Festlegungen), wobei die Darstellungen im Energieatlas Baden-Württemberg ausschließlich auf Szenario 2 basieren. Zur abschließenden Bewertung der untersuchten Standorte wurde eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vorgenommen, anhand abgeschätzter Stromgestehungskosten und einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 35 Jahren.

Quellen:

Weiterlesen im Kapitel "Hintergrundinformationen"