Daten- und Berechnungsgrundlagen

Das Solardachkataster ist die räumliche Darstellung eines auf Geobasisdaten basierenden Analyseverfahrens, mit dem es möglich ist, solare Potenziale von Hausdächern großflächig zu erfassen. Dabei werden Größe, Ausrichtung, Neigung und Abschattungseffekte errechnet und eine Wirtschaftlichkeitsprognose erstellt. Bei den aus dem Solardachkataster gewonnenen Daten handelt es sich nicht um exakte Messdaten, sondern um Modellergebnisse. Die Potenziale sind deshalb nur als Näherungswerte zu verstehen, nicht als genaue Prognosen. Die errechneten Werte können von denen der letztendlich installierten Anlage abweichen.

Geodaten

Laserscanning Daten (ALS)

Die Analyse basiert auf einer Befliegung mit einem Laserscanner (Airborne Laserscanning, ALS), welche in den Jahren 2000 bis 2005 landesweit in Baden-Württemberg durchgeführt wurde. Dieses Verfahren dient zur Erfassung von Geländehöhen und Objekten auf dem Gelände. Daraus resultiert eine dreidimensionale Abbildung der Landschaft in Form einer Punktwolke mit einer Punktdichte von 0,8 Punkten pro m². Die Punkte besitzen eine Genauigkeit in der Höhe von ± 15 cm und in der Lage von ± 30 cm.

Automatisierte Liegenschaftskarte (ALK)

Die automatisierte Liegenschaftskarte (ALK) der Landesvermessung mit Stand 2012 bildet eine weitere Datengrundlage. Daraus werden die Geometrien von Gebäudegrundrissen sowie Adressdaten verwendet. Die Daten sind zum großen Teil durch vermessungstechnische Berechnungen entstanden und bieten damit bestmögliche Genauigkeit und Zuverlässigkeit. Die Liegenschaftsdaten werden jährlich von den Landes-, Kreis- und kommunalen Vermessungsbehörden aktualisiert.

Digitale Orthophotos (DOP)

Zur besseren Orientierung und Abbildung der realen örtlichen Gegebenheiten werden im Kartendienst des Energieatlasses Digitale Orthophotos (DOP) als Hintergrund verwendet. Orthophotos sind entzerrte Luftbilder, die die Landschaft mit einer Bodenauflösung von 25 cm und einer Lagegenauigkeit von durchschnittlich ± 50 cm abbilden. Die Datenaktualität ist nicht homogen, ein Drittel der Landesfläche wird pro Jahr neu beflogen, Teilbereiche können somit bis zu 3 Jahre alt sein.

Leistungsdaten

Mittlere jährliche Globalstrahlung

Grundlage für die Bestimmung der räumlichen Verteilung der Globalstrahlung (d. h. der solaren Einstrahlung auf der Erde) bilden die im Strahlungsmessnetz des Deutschen Wetterdienstes im Zeitraum von 1981 bis 2000 gewonnenen Daten.

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