Bestand

Ende 2016 waren in Baden-Württemberg ca. 570 Windenergieanlagen in Betrieb, die zusammen etwa 1 % des Bruttostromverbrauchs abdeckten. Nach eher bescheidenen Zuwächsen in den vergangenen Jahren zeichnen sich seit 2015 starke Zuwachsraten ab. Im Jahr 2016 wurden 201 Genehmigungen erteilt. Aktuelle Informationen zum Ausbau der Windenergie im Land sind beim Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg verfügbar.

Dem Windatlas Baden-Württemberg ist zu entnehmen, dass sich die bestehenden Windenergieanlagen bis auf wenige Ausnahmen außerhalb der Flächen mit 80 % Referenzertrag (< 6,0 m/s), die meisten in den 60 % Referenzertragsflächen (ca. 5,3 bis 6,0 m/s) und sich viele allerdings auch ganz außerhalb dieser Flächen befinden.

Geht man von heute gebräuchlichen Binnenlandanlagen mit einer Nabenhöhe von ca. 140 m aus, ist bei guten Windverhältnissen (Referenzertrag 80 %, ab ca. 6 m/s) und optimaler Positionierung ein Jahresertrag von 3 - 3,5 GWh pro MW installierter Leistung erzielbar. So wäre durch optimierte Standortwahl und das sog. "Repowering" bestehender Windenergieanlagen mit moderner Technik bereits mit der heutigen Anzahl von Anlagen ein bis zu dreifach höherer Stromertrag zu erreichen.

Die bestehenden Anlagen verteilen sich – entsprechend der Windhöffigkeit – im Wesentlichen auf den Nordosten des Landes. Dort sind großflächig geeignete Flächen vorhanden, die einen weiteren Zubau zulassen. Dazu zählen die Hohenloher Ebene und die exponierten Lagen auf der Schwäbischen Alb, wobei auf letzteren Flächen das bestehende Potenzial bereits vielerorts genutzt wurde. Hinzu kommen weitere  Flächen im Schwarzwald und den angrenzenden Gäulandschaften.

   

Quellen:

Weiterlesen im Kapitel "Potenzialanalyse"