Datengrundlagen

Die Berechnung des Wärmebedarfs der ca. 2,6 Millionen Wohngebäude Baden-Württembergs erfolgte auf der Grundlage der Zensuserhebung aus dem Jahr 2011, in deren Rahmen eine bundesweite Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung durchgeführt wurde. Die beim Zensus in Baden-Württemberg erhobenen gebäudebezogenen Daten (z. B. Wohnfläche, Baualter, Heizungsart usw.) liegen dem Statistischen Landesamt Baden-Württemberg vor.

Die gesetzlichen Regelungen zum Datenschutz schreiben vor, dass die Daten des Zesus nur in anonymisierter Form abgegeben werden dürfen. Das verwendete Anonymisierungsverfahren, bei dem die Lage einzelner Gebäude in einer Gemeinde nach dem Zufallsprinzip verändert wird, erlaubt lediglich eine aggregierte Darstellung auf Gemeinde- oder Kreisebene. Um auch für Ortsteile und Baublöcke verwertbare Ergebnisse zu erhalten, wurde in Abstimmung mit dem Statistischen Landesamt ein Verfahren entwickelt, welches die datenschutzkonforme Aggregation der originalen Zensusdaten auf kleinere Gebietseinheiten wie zum Beispiel Baublöcke ermöglichte.

Baublöcke sind vollständig von Straßen, Wegen, Schienenstrecken, Flüssen, Bebauungsgrenzen oder anderen topographischen Objekten eingeschlossene Flächen, in denen sich Gebäude befinden. Da keine flächendeckende Baublockkarte für Baden-Württemberg vorliegt, wurde eine neue, der obenstehenden Definition entsprechende Baublockgliederung mit ca. 120.000 Baublöcken generiert. Die zur Abgrenzung und Darstellung verwendeten Daten stammen aus dem Räumlichen Informations- und Planungssystem (RIPS) der LUBW.

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