Ermitteltes Solarpotenzial auf Dachflächen

 Widerspruchsrecht

 

Die Karte zeigt, welche Dachflächen in Baden-Württemberg für Photovoltaik geeignet sind. Standortanalyse und Potenzialberechnung wurden auf der Grundlage von hochaufgelösten Laserscandaten durchgeführt.

Die Eignungsstufen in der Legende unterscheiden zwischen:

  • sehr gut geeignet: 95 - 100 % der maximal in der Region nutzbaren Einstrahlungsenergie
  • gut geeignet: 80 - 94 % der maximal in der Region nutzbaren Einstrahlungsenergie
  • bedingt geeignet: 75 - 79 % der maximal in der Region nutzbaren Einstrahlungsenergie
  • vor Ort zu prüfen: < 75 % der maximal in der Region nutzbaren Einstrahlungsenergie

Die Potenzialanalyse bezieht sich auf Standortfaktoren wie Neigung, Ausrichtung, Verschattung und solare Einstrahlung. Die Berechnung dieser Faktoren erfolgt über ein digitales Oberflächenmodell.
Diese dreidimensionale Analyse bietet zahlreiche Vorteile gegenüber zweidimensionalen Methoden zur Ermittlung des Solarpotenzials. Sie ermöglicht beispielsweise eine genaue Berechnung der solaren Einstrahlung und Abschattung durch umliegende Gebäude und Vegetation. Dabei wird durch Berücksichtigung zahlreicher Sonnenstände über den Tages- und Jahreslauf die direkte solare Einstrahlung errechnet. Starke Minderung der direkten Einstrahlung führt zur Ausweisung von verschatteten Dachflächenbereichen, die für die Nutzung von Solarenergie ungeeignet sind.
Zur Lokalisierung der Gebäude wurden die Gebäudegrundrisse aus der ALK aus dem Bestand Baden-Württemberg mit Stand von 2012 verwendet. Die Gebäudeumrisse geben die Gebäudeaußenmauern des Hauses an. Dachüberstände sind darin nicht berücksichtigt. Das Ergebnis weist die Flächen aus, die ein Solarenergiepotenzial von 75 - 100 % der maximalen Einstrahlungsenergie in Baden-Württemberg aufweisen. Es werden nur für PV-Nutzung geeignete Dachflächenbereiche von mindestens 10 m² Modulfläche (für geneigte Dächer) berücksichtigt. Flachdächer müssen bei Aufständerung der Module mindestens 25 m² für die PV-Nutzung aufweisen, um berücksichtigt zu werden.

Hinweis zur Genauigkeit der Laserscandaten:
Grundlage der Solarpotenzialanalyse sind Laserscandaten aus einer Befliegung von 2000 - 2005 mit ca. 1 Pkt/m² Aufnahmedichte. Aus dem first pulse der Laserscandaten erfolgt die Interpolation des Digitalen Oberflächenmodells (DOM) im 1 m² Raster.

In der Objektinformation werden dazu drei Qualitätsklassen unterschieden:
  • Detailberechnung: Euklidische Distanz < 2,5 m oder Punktdichte pro m² innerhalb des Gebäudeumrings >= 0,7
  • Grobschätzung: Euklidische Distanz >= 2,5 m oder Punktdichte pro m² innerhalb des Gebäudeumrings < 0,7
  • nicht ermittelbar wegen ungenügender Datenlage: Euklidische Distanz >= 3,1 m oder Punktdichte pro m² innerhalb des Gebäudeumrings < 0,4

Für die betroffenen Zellen jeder Gebäudefläche wurden dafür folgende Werte ermittelt:
  • Anzahl der Punkte in der Summe
  • Minimal- und Maximal-Wert gefundener Punkte je Zelle
  • durchschnittliche Anzahl der Punkte je Zelle
  • größte euklidische Distanz einer unbelegten Zelle zur nächsten belegten Zelle, um die Punktverteilung innerhalb des Gebäudeumrings zu ermitteln.

Anhand dieser statistischen Werte ist eine Klassifizierung des Gebäudes bezüglich der Zuverlässigkeit der Solarpotenzialberechnungen gebäudescharf möglich.