Projektbeschreibungen

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Siemens AG Rastatt

Energiespar-Contracting für die Siemens AG, Standort Rastatt

Schwerpunkte des Contractings waren die Heizungs-, Lüftungs- und Prozesstechnik.
Projektträger Standort Contractor
Siemens Building Technologies HVAC Products GmbH Rastatt
Siemens AG Building Technologies Division
Martin Strobel
Weissacher Straße 11
70499 Stuttgart
martin.strobel@siemens.com
www.buildingtechnologies.siemens.com

Dieses Projekt finden Sie auch auf Seite 34 der Broschüre:
Contracting im Energiebereich - Erfolgsbeispiele aus Baden-Württemberg (Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (Hrsg.), 2015)

Bilder

Kenndaten

(alle Preisangaben netto)
Allgemeine Informationen  
Wärme vorher 4.823 MWh/a
Strom vorher 6.482 MWh/a
Wasser vorher 10.080 m³/a
Baseline ca. 1,2 Mio. Euro/a
Garantierte Einsparung 90.000 Euro/a
Laufzeit 3,4 Jahre
Investition 480.000 Euro
CO2-Einsparung 465 t/a

Beschreibung

Motive und Ausgangssituation

Das Werk in Rastatt ist mit der Entwicklung, Herstellung und weltweiten Vermarktung von innovativen Systemen und Produkten im Bereich Heizung, Lüftung und Klima ein Produktlieferant für die Industrie. Am Standort arbeiten etwa 750 Mitarbeiter auf einer Gesamtfläche von 26.000 m². Für die industriellen Siemens-Standorte wurde ein spezielles Energieeffizienzprogramm entwickelt, durch welches die energetischen Einsparpotenziale im Gebäude- sowie in den Produktionsbereichen aufgedeckt werden sollen. Motiv für den Standort Rastatt war es, diese Potenziale zu bewerten und durch optimierte Maßnahmen die Energie- und Produktionskosten zu senken. Ausschlaggebend waren die wirtschaftliche Attraktivität der Contracting-Lösung sowie die nachhaltige Steigerung der Energieeffizienz. Ein Energiemanagement sowie ein Energiekonzept waren bereits eingeführt. Beides war sehr hilfreich und sinnvoll für die Realisierung des Contractings.

Projektablauf

Mit einer Potenzialanalyse wurde die energetische Situation in den Produktionsgebäuden erfasst und mögliche Maßnahmen für die Sanierung aufgestellt. Schwerpunkte waren dabei die Heizungs-, Lüftungs- und Prozesstechnik. Für die konkrete Maßnahmenumsetzung wurde anschließend eine Feinanalyse durchgeführt, in welcher die technischen Gebäudestrukturen detailliert analysiert und die Energieeinsparungen genau kalkuliert wurden. Sowohl die Vorbereitung und Entwicklung sowie die Durchführung des Projektes wurde intern von Siemens-Mitarbeitern aus dem Bereich Contracting durchgeführt.

Umsetzung und Projektergebnisse

Zunächst wurde die Heizungs-Unterstation in der Ventilproduktion saniert. Nach der Demontage der vorhandenen Verteiler, Warmwasserbereiter und des Ausdehnungsgefäßes wurde der Neuaufbau der Verteiler an die Verbraucherstruktur angepasst. Ein neuer Warmwasserbereiter, der Rückbau von Rohrleitungen in diversen Hallen, ein neuer Brennwertkessel und Heizkörperventile sowie die zugehörige Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik rundeten die Optimierung ab. In verschiedenen Produktions- und Bürogebäuden wurde die Betriebsführung an den Lüftungsanlagen optimiert. Gleichzeitig wurde die vorhandene Mess-, Steuer- und Regelungstechnik überarbeitet. Die Abwärme der Drucklufterzeugung wurde über eine Wärmerückgewinnung nutzbar gemacht. Mit der Energiekosteneinsparung über Contracting trägt dieser Standort zur Verringerung der Produktkosten und zum langfristigen Energieeinsparziel von Siemens bei.