Projektbeschreibungen

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Klinikum Albstadt

Energieliefer-Contracting am Klinikum Albstadt

Wärme- und Dampflieferung aus Holzhackschnitzeln für das Klinikum Albstadt.
Projektträger Standort Contractor
Zollernalb Klinikum gGmbH Albstadt
KWA Contracting AG
Matthias Ott
Herzogstraße 6A
70176 Stuttgart
m.ott@kwa-ag.de
www.kwa-ag.de

Dieses Projekt finden Sie auch auf Seite 48 der Broschüre:
Contracting im Energiebereich - Erfolgsbeispiele aus Baden-Württemberg (Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (Hrsg.), 2015)

Bilder

Kenndaten

(alle Preisangaben netto)
Allgemeine Informationen  
Wärme- und Dampfverbrauch rd. 7.000 MWh/a
Dampfanlage für Prozessdämpfe bis 13 bar
Laufzeit 20 Jahre
Investition 1,5 Mio Euro
CO2-Einsparung 1.400 t/a
entspricht einer Einsparung von 75 % der bisherigen CO2-Emissionen

Beschreibung

Motive und Ausgangssituation

Die Heizzentrale des Klinikums Albstadt war veraltet, die Wärme- und Dampfversorgung musste erneuert werden. Das Landratsamt Zollernalbkreis zielte darauf ab, unter wirtschaftlichen Aspekten ein Dienstleistungsunternehmen zu beauftragen. Gefordert war eine zuverlässige, kostengünstige und umweltfreundliche Versorgung unter der Berücksichtigung des Einsatzes erneuerbarer Energieträger.

Projektablauf

Für das Klinikum war es wichtig, den neuen Betreiber des Heizwerkes durch eine europaweite Ausschreibung zu finden. Es wurde ein Verhandlungsverfahren nach einem vorangehenden Bieterwettbewerb durchgeführt. Dabei unterstützte ein unabhängiger Berater den Auftraggeber bei der Entwicklung und Voruntersuchung des Projekts und bei der Ermittlung des Bestbieters. Als wesentliches Kriterium wurde unter anderem festgesetzt, dass eine Versorgungssicherheit mit voller Kapazität gewährleistet werden kann, auch wenn der größte Wärmeversorger oder der leitungsgebundene Energieträger Gas ausfällt.

Umsetzung und Projektergebnisse

Die KWA Contracting AG konnte mit ihrem Maßnahmenkonzept überzeugen und wurde Projektpartner. Der jährliche Dampf- und Wärmeverbrauch des Klinikums wird bis zu 85 % durch den regenerativen Energieträger Holzhackschnitzel gedeckt. Gerade Bereiche mit ganzjährigem Wärmeverbrauch und täglichem Bedarf wie Wäscherei, Küche und Sterilisation eignen sich besonders gut für Holzheizzentralen. Die neue Heizzentrale wurde 2009 fertig gestellt, die Umbauphase erfolgte im laufenden Krankenhausbetrieb. Besonders dabei ist, dass der Auftraggeber dem Contractor das Recht zur teilweisen Nutzung der bisherigen Versorgungseinrichtungen eingeräumt hat, ohne ein Entgelt zu erheben. Dem Klinikum wiederum wurde vertraglich das Recht eingeräumt, die Anlage frühestens fünf Jahre nach Inbetriebnahme zum Restwert zu kaufen.